Joshua auf Erfolgskurs

Joshua Hermann startet mit einer fulminanten Leistung in die PDC Development Tour und lässt keine Zweifel daran, dass in ihm ein großer Dartspieler steckt. 

Einen äußerst gelungenen Start in das Projekt Profi-Karriere hat der Winterberger Dartsportler Joshua Hermann hingelegt. Nach der Corona bedingten Zwangspause und dem erfolgreichen Abitur konzentriert sich der 18-Jährige seit knapp zwei Monate auf seine Leidenschaft und hat am vergangenen Wochenende beim ersten Block der „European Development Tour“ des Darts-Profiverbandes PDC im hessischen Niedernhausen erste Ausrufezeichen gesetzt. Bei dieser Tour kommen die besten Nachwuchs-Spieler unter 24 Jahren aus Europa zusammen, um an einem Wochenende sechs Turniere auszuspielen. Bei einem Teilnehmerfeld von über 250 Spielern qualifizierte sich Joshua Hermann unter anderem dreimal für das Achtelfinale der besten 16 Spieler und einmal sogar für das Viertelfinale. Mit diesen Erfolgen hat der Winterberger auch das Ticket für die PDC Junioren-Weltmeisterschaft im Dezember in England so gut wie sicher. In der Gesamtwertung des Wochenendes landete er als zweitbester Deutscher auf Rang 13.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten PDC-Wochenende in Niedernhausen. Insbesondere der Freitag und Sonntag waren sehr erfolgreich. Am Samstag lief es nicht optimal, aber unter dem Strich bin ich auf einem guten Weg. Dass ich zudem eine sehr gute Ausgangsposition habe für die Qualifikation zur Junioren-WM ist zudem noch das i-Tüpfelchen. Die knappen Niederlagen in den Achtelfinals gegen sehr gute Gegner zeigen zudem, dass ich mithalten kann“, so das Fazit des 18-Jährigen, der auch in den Wochen zuvor bei Turnieren in Steinfurt, Köln und Hamm konstant gute Leistungen ans Dartboard brachte.

Nun geht es Schlag auf Schlag weiter. Schon in der kommenden Woche steht mit der „PDC Challenge Tour“ ebenfalls in Niedernhausen bereits das nächste große Turnier auf dem Programm. Bis dahin ist wieder Training angesagt am so genannten Übungs-Board in den heimischen vier Wänden in Winterberg. Drei bis vier Stunden täglich Training sind die Regel neben Mental-Training und ein wenig Bewegung zum Ausgleich. Nach der „Challenge Tour“ folgen dann bis zum November wieder Turnier-Wochenenden unter anderem in Steinfurt und Köln. „Im November folgt dann der zweite Block der PDC Development Tour. Dort werde ich dann alles daran setzen, auch die restlichen Siege für die Junioren-WM einzufahren, auch wenn die Qualifikation mir rechnerisch kaum noch zu nehmen ist“, sagt der Winterberger, der mit so einem fulminanten Start selbst nicht gerechnet
hat. Nun will er aber die Chance nutzen, schließlich soll die WM der unerwartete Jahreshöhepunkt werden.


Vier Stunden Training am Tag / Gutes Umfeld unterstützt


Neben dem Trainingsfleiß, Ehrgeiz und Motivation zählt auch das Umfeld dazu, Erfolg nachhaltig zu generieren. „Neben der Familie unterstützen mich weitere Partner wie der Darthersteller Karella, der Dartshop Cube-Darts sowie die Ferienregion Winterberg und Hallenberg, der Blackwater Irish Pub und Fliesen Prager. Dies ist sehr wichtig, um mich ausschließlich auf das Dart spielen fokussieren zu können. Ich freue mich natürlich über jeden weiteren Partner, der mich auf meinem Weg unterstützen möchte. Klar ist dem 18-Jährigen, dass der Weg kein Selbstläufer ist, es auch mal das ein oder andere Formtief geben wird. Ziel ist es, nachhaltig und kontinuierlich das Niveau zu steigern und sich so in den kommenden Jahren an die Weltspitze zu darten und sich dort zu etablieren. „Dafür werde ich alles geben“, betont Joshua Hermann abschließend. Die ersten Schritte sind jedenfalls auf diesem Weg gemacht. 

 


Text: Ralf Hermann | textzeit.net

 

Welcome Steffen Siepmann!

Er ist stolzer Besitzer einer PDC Tour Card, steht bei internationalen Turnieren, wie den UK Opens auf der Bühne, und er hat große Ziele. Es freut uns sehr, dass wir ihn als #teamkarella-Spieler verpflichten konnten. Die wichtigesten Fragen an unseren „Neuen“ findet ihr hier im Interview:

Wann hast du angefangen Dart zu spielen und wie bist du dazu gekommen?

Mit 20 Jahren während meiner Ausbildung zum Dachdecker. Damals habe ich E-Dart gespielt und hab dann bei einem Team in einer „Dartkneipe“, wie man das umgangssprachlich so schön sagt, angefangen intensiver zu spielen. Ein halbes Jahr später bin ich dann durch einen guten Bekannten zum Steel-Dart gekommen und hab da relativ schnell gute Erfolge eingefahren. Seit 2017 spiele ich nun schon regelmäßig bei Qualifizierungsturnieren im Steel-Dart bei der PDC mit.

 

Was war dein schönstes Erlebnis in der Dart-Welt bisher?

Das war einmal 2012, als ich deutscher Meister im E-Dart geworden bin. Als ich mit meinem Team zur Weltmeisterschaft nach Las Vegas geflogen bin und natürlich 2018 meinen Erfolg in Riesa, als ich in der dritten Runde vor mehr als 3000 Zuschauern gespielt habe.

 

Auf welchen Erfolg bist du besonders stolz?

Besonders stolz bin ich, dass ich 2020 die Q-School gewonnen habe und damit die Tour Card habe und dass ich es bei den UK Open bis in die dritten Runde geschafft habe.

 

Welches Turnier möchtest du unbedingt mal gewinnen?

Die Player Championship Turniere, die UK Open, ein Major-Turnier und die Weltmeisterschaft – das möchte ja jeder, der da mitspielt.

 

Lieber Steel- oder Soft-Dart?

Ich spiel viel lieber Steel-Dart, weil es da professioneller, sauberer und geordneter zugeht und auch dadurch die Turniere schneller vorbeigehen. Darum freue ich mich auch schon sehr darauf, die neuen Darts von Karella auszuprobieren. Ich treffe mich aber auch gerne mal mit ein paar Freunden zum Soft-Dart schmeißen, um ein bisschen abzuschalten.

 

Gibt es eine Geschichte zu deinem Namen „Sippi“?

Das hat etwas mit meinem Namensvetter Steffen im E-Dart zu tun. Bei Turnieren wurden wir immer aufgerufen als „Steffen“ und mussten immer nachfragen, welcher von beiden jetzt gemeint ist. Da hat mein Namensvetter kurzerhand dann aus meinem Nach- und Vornamen den Spitznamen „Sippi“ gemacht und weil mir der gut gefallen hat, ist es heiße ich seitdem „Sippi“.

 

Wie viel trainierst du in der Woche?

Nach der Arbeit und nachdem ich mit meiner Familie Zeit verbracht habe, trainiere ich ca. 2-3 Stunden an vier Tagen in der Woche. Als Turniervorbereitung trainiere ich dann jeden Tag und am Wochenende trainiere ich auch oft mehr als 3 Stunden am Tag. Ich bin unglaublich froh, dass meine Familie mich da so sehr unterstützt und hinter mir steht.

Meet Marco Jungwirth!

Weltmeister, Europameister und seit Jahresbeginn Spieler im #teamkarella. Ihr wollt THE ANIMAL besser kennenlernen? Wir haben den „Neuen“ für euch ausgefragt. Lest hier das ganze Interview…

Wann hast du begonnen Dart zu spielen und wie bist du dazu gekommen?
Begonnen habe ich 2012, per Zufall. Die Mutter von einem sehr guten Freund hat ein neues Restaurant eröffnet, in dem auch ein Dartautomat stand. Dadurch dass mein Vater früher im Bullshooter Bereich sehr aktiv und erfolgreich war (viele Nationalteameinsätze gemeinsam mit Mensur Suljovic unter anderem-obwohl er gehörlos ist!) kamen wir mal ins Gespräch aus Spaß eine Vater-Sohn Mannschaft zu gründen. Dies fand großen Anklang und auch schnell Zuwachs und so bin ich in das ganze mithineingerutscht. Ein paar Jahre später erst, habe ich aber gemerkt, dass ich auch etwas besser sein könnte mit dem dementsprechendem Training und habe dann eben auch begonnen viel zu trainieren und mich stätig nach oben zu arbeiten.

 

Was war dein schönstes Erlebnis in der Dartwelt bisher?
Da gibt es ganz viele – Erfolge, Niederschläge, Siege, Niederlagen – all das hat mich immer begleitet und auch weitergebracht. Aber am liebsten blicke ich auf die Zeit im Jugendnationalteam zurück, mit vielen Reisen, vielen neuen Freunden und einzigartigen Erfahrungen.

 

Auf welchen Erfolg bist du besonders stolz?
2018 war für mich ein ganz besonderes Jahr, nach dem Verlust meiner Oma – und damit auch einer meiner größten Supporter – wurde es dennoch zu dem besten Jahr bisher, mit vielen Titeln, mehrfachen Europameistertiteln und ganz klar natürlich dem Bullshooter WM-Titel im Team (Deswegen auch dieser „Sturz“ nach dem Matchdart im Video https://www.youtube.com/watch?v=sr4qEDkqR2o bei Minute 12:35 – kleiner „Fun-Fact“) – das Video bereitet mir übrigens heute noch Gänsehaut.

 

Welches Turnier möchtest du unbedingt mal gewinnen?
Ganz klar die Weltmeisterschaft der PDC. Es ist zwar aktuell noch ein sehr langer und harter Weg bis dahin aber ich hab den Glauben an mich selbst, dass dies eines Tages mal möglich sein kann.

 

Lieber Steel oder Soft?
Hab zwar mit E-Dart begonnen und da auch die meisten Erfolge feiern dürfen und es wird mich immer begleiten, dennoch aber ganz klar Steeldart.

 

Gibt es eine Geschichte zu deinem Namen „The Animal“?
Eine ganz lustige sogar, das war damals mit dieser Mannschaft die wir gegründet haben. Ein paar Jahre später als dann schon mehr Können als Glück dahinter war, hatte ich einen 18 Darter gespielt und war am Weg in der folgenden Partie erneut eine 6. Runde zu spielen. In dieser Liga gab das extra Punkte für die Einzelrangliste und ein Teamkollege meinte dann, dass er mir ein Shirt drucken lässt, mit dem Aufdruck „The Animal“. Das hab ich mir natürlich nicht nehmen lassen, erneut die 6. Runde gespielt uns seitdem gefällt mir der Nickname ganz gut, auch im Zusammenhang mit der Story. Fun-Fact das Shirt gibt’s übrigens heute noch 😃

 

Wie viel trainierst du in der Woche?
Aktuell mit den Umständen und keine wirkliche Aussicht auf Liga und Turnier Restart, leider nur mehr ganz wenig. Aber sobald diese „Tour“ wieder startet, wird auch das natürlich wieder hochgeschraubt auf 10-14 Stunden pro Woche.